Einführung ins Räuchern


Warum räuchern?

Früher wurde zum Schutz geräuchert. Gegen Krankheit und Seuchen, zur Heilung für Mensch, Vieh und den Hof. Für eine gute Ernte, damit sie nicht durch Gewitter vernichtet wird wurde eine Handvoll Kräuter ins Herdfeuer geworfen. Gegen Dämonen und Geister, heute Viren und Bazillen genannt, wurden bestimmte Kräuter benutzt, um negative Einflüsse zu vertreiben.

An den Jahresfesten wurde geräuchert zum Dank und der Bitte um Segen. Auch wichtige Begebenheiten im Leben wie Geburt, Hochzeit und Tod wurden gefeiert und Trost gesucht im heilenden Ritual.

Man wusste oder spürte die helfenden Pflanzengeister, die durch das Verglühen der Pflanzen frei wurden und bat um ihre Unterstützung.

Das Räuchern entfaltet seine Wirkung auch heute. Ob Allein oder mit Freunden, ein Ritual Unterstützt uns in so vielen Lebensbereichen.

Und natürlich ist es eine Freude, sich von bekannten und neuen Düften einhüllen zu lassen, Mischungen zu kreieren und sich vom Duft Überraschen lassen!

Düfte wirken unmittelbar und direkt auf unser Gefühl und unsere Befindlichkeit. Nach einem stressigen Tag eine Räucherung oder für eine sinnliche Liebesnacht – bald merken wir, was uns gut tut. Nachstehend einige Ideen, wann ein Ritual uns unterstützen kann:

- zur Besinnung, innerer Ruhe und Kontemplation
- für eine sinnliche Liebesnacht
- zur Stimmungsaufhellung, Energetisierung und Klärung von Räumen
- in Lebenskrisen, persönlichen Veränderungsphasen und Umwandlungsprozessen
- bei Schlafstörungen
- bei Einsamkeitsgefühlen
- zur Konzentrations- und Entscheidungshilfe
- zur energetischen Reinigung von Wohnung und Aura

- zur Einweihung und energetischen Reinigung einer neuen Wohnung/Haus
- zur Genesung bei Krankheit und Schutz vor Ansteckung
- als Hilfe bei Trauer und Kummer, Trost bei Trennung und Tod

Überall da, wo wir uns unterstützt fühlen möchten, wenn wir in Schwierigkeiten sind und Klärung suchen. Zur Freude, aus Dankbarkeit ans Leben und zum Genuss.  

 

Anleitung zum Räuchern

Was brauche ich zum Räuchern?
Ein feuerfestes Gefäss, aus Ton oder Metall
Sand zum Isolieren des Gefässes
Gepresste Räucherkohletabletten oder glühende Kohle vom Feuer
Kerze oder Feuerzeug, zum Entzünden der Kohle
Zange zum Halten der Kohle beim Entzünden
Kräuter, Wurzeln, Hölzer und Harze oder eine Räuchermischung
Mörser, Messer zum zerkleinenrn der Stoffe

Räuchern mit Kohle
Ist ein feuerfestes Gefäss mit etwas Sand darin bereit auf feuerfester Unterlage, kann die Kohle an der Kerze oder mit dem Feuerzeug entzündet und auf den Sand gelegt werden.

Die Räucherkohle ist mit Salpeter oder Magnesiumsulphat getränkt, damit sie sich gut entzündet und die Glut sich rasch verteilt. Da sie viel Feuchtigkeit aufnimmt, sollte sie gut verpackt und trocken aufbewahrt werden, sonst glüht sie nicht gut. Sollte sie zuviel Feuchtigkeit enthalten, kann sie auf die Heizung gelegt oder an einer anderen Wärmequelle getrocknet werden.

Ist die Kohle gut durchgeglüht können Kräuter, Wurzeln, Hölzer und Harze in kleinen Prisen draufgegeben werden. Grössere Stücke werden zerkleinert, zerrieben, zerhackt oder im Mörser zerstossen. Das verbrannte Material ab und zu von der Kohle schieben mit der Zange oder einer Pinzette, da es verbrannt riecht, bevor neue Kräuter zugegeben werden.

Ältere Räuchergefässe mit grossen Bäuchen erhalten etwas wenig Luft um gut zu glühen, es muss mit Sand oder Steinen aufgefüllt werden. Es kann auch ein Gittereinsatz gefertigt werden aus feinem Drahtgeflecht um die Kohle aufzulegen.
Natürlich kann die Kohle auch auf ein Sieb von einem Stövchen gelegt werden.

Bei einem offenen Feuer im Freien kann das Räuchergut auch auf die heissen Steine rundum gegeben werden, der Geruch entfaltet sich sehr gut auf diese Art. Das Räuchergut soll glühen, nicht brennen.

Räuchern auf dem Stövchen
Stövchen – ein Gefäss mit Teelicht und oben ein Sieb für das Räuchergut
Teelichtkerzen + Zündhölzer
Kräuter, Wurzeln, Hölzer.
Harze unterlegen mit Alufolie, da sie schmelzen und leicht brennen.

Das Stövchen ist ein Gefäss, in dem unten ein Teelicht steht und oben ein Sieb, um die Räucherzutaten aufzulegen. Es ist für Kräuter, Hölzer und Wurzeln sehr geeignet. Der Abstand der Flamme zum Räuchergut sollte genügend gross sein, mindestens 3 cm.

Das Stövchen hat den Vorteil, dass es mit sehr wenig Rauchentwicklung den Duft in den Raum abgibt und die Atmosphäre hebt. Kräuter, die auf der Kohle oft keinen oder eher verbrannten Geruch abgeben, können auf dem Stövchen eine wunderbare Geruchsentwicklung entfalten.
Für eine gründliche Reinigungsräucherung ist der Rauch und das Verglühen auf der Kohle nötig und effektiver.

Harze schmelzen in der Wärme, sie sollten nicht direkt auf’s Sieb gegeben werden, da sie sich schnell entzünden und Brandgefahr besteht. Mit einer Alufolie auf dem Sieb, die am Rand etwas aufsteht und das Harz darauf, geht es gut.
Auf das Sieb kann natürlich auch eine Räucherkohle gelegt werden (ohne Kerze darunter).

Ist kein Gefäss vorhanden, kann ein metallenes Küchensieb über eine Kerze gehalten werden, mit einigen Kräutern darin und die Düfte verbreiten sich im Raum. Oder eine Konservendose, Boden entfernen, einige Luftlöcher in die Seitenwand stechen, ein Teelicht hineinstellen, oben ein Küchensieb aus Metall - geht prima!

Viel Freude am Ausprobieren!